Mehr Rücksicht und weniger Hürden für Menschen mit Handicap


Das Netzwerk inklusion@ergo ist gestartet

People & stories, 04.11.2020

Wer mit einem Handicap lebt, stößt des Öfteren auf Hürden. Das neue Netzwerk inklusion@ergo soll helfen, diese im Unternehmen abzubauen. Die Idee: Niemand soll ausgeschlossen werden. Jeder ist Teil des Teams.

Start Inklusion@ergo mit Schirmherrin Ursula Deschka

Es ist ganz normal, verschieden zu sein. Und das geht am besten, wenn man sich der eigenen Vorurteile im Alltag bewusst ist. Um diese abzuschaffen, haben Mitarbeiter bei ERGO das Netzwerk inklusion@ergo an den Start gebracht. „Es geht darum, dass kein Mensch ausgeschlossen, ausgegrenzt oder an den Rand gedrängt wird“, sagt Ursula Deschka. Sie ist Vorstandsmitglied bei ERGO und Schirmherrin des neuen Inklusions-Netzwerks. Der Fokus des Netzwerks liegt auf dem Austausch von persönlichen Erfahrungen, die jeder für sich mit dem Thema „Beeinträchtigung“ gemacht hat sowie der möglichst barrierefreien Gestaltung der ERGO Group.

Beschränkungen im Alltag sind häufig ein Problem

„Jeder Mensch gehört dazu – in unserer Gesellschaft, aber auch in Unternehmen“, sagt Ursula Deschka. Oft sei es so, dass die körperliche oder geistige Beeinträchtigung die Menschen selbst gar nicht direkt einschränkt, sondern Beschränkungen im Alltag die größten Barrieren sind. Dies verdeutlichen folgende Beispiele: Weniger Treppen bedeuten mehr Freiheit. Egal ob für Menschen, die in einem Rollstuhl sitzen oder mit einem Kinderwagen unterwegs sind. Mit einer Rampe geht’s oft einfacher und sicherer. Texte sind zum Beispiel für alle einfacher zu lesen, wenn sie wenige oder keine Fremdwörter enthalten und barrierefrei gestaltet sind. Solche Themen müssen angesprochen und geändert werden. Und dafür ist das neue Inklusions-Netzwerk genau die richtige Adresse.

„Mein Wunsch ist, dass alle Kolleginnen und Kollegen ein viel klareres Verständnis für das Thema Inklusion entwickeln“, sagt Ursula Deschka und ergänzt: „Und dass sie im Arbeitsalltag und auch im privaten Alltag bewusster, sensibler und aufmerksamer mit dem Thema umgehen.“ Deshalb ist ein wichtiges Ziel des Netzwerks, Dialoge in einem vertrauensvollen und geschützten Rahmen zu ermöglichen, um das Thema sichtbarer zu machen.

Inklusion ist wichtig – auch bei ERGO

 Alleine bei ERGO arbeiten knapp 1.000 Menschen mit Handicap. Das sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die besondere Belange haben und manchmal Unterstützung benötigen. Ursula Deschka: „Außerdem haben wir noch ganz viele Kolleginnen und Kollegen, die sich um jemanden in ihrem Umfeld kümmern. Zum Beispiel um ihre Kinder oder ihren Partner mit einer Behinderung. Das ist auch sehr kraftaufwändig.“

In Deutschland leben über zehn Millionen Menschen mit einer Beeinträchtigung. Das sind 13 Prozent der Bevölkerung. Und nur vier Prozent sind mit einem Handicap geboren. Die Zahlen zeigen, dass es jeden treffen kann und wie wichtig das Thema Inklusion für alle ist.

Berührungsängste abbauen und Mut zeigen

Deshalb wäre es gut, wenn bei Entscheidungen alle Menschen und deren Belange berücksichtigt werden. Ein weiteres Ziel des neuen Netzwerkes: „Wir bauen Berührungsängste ab, wie man mit betroffene Kolleginnen und Kollegen umgehen soll.“ Es geht also neben Rücksicht auch um Mut, einfach mal Fragen rund um Inklusion anzusprechen.

Jeder kann sich in das neue Netzwerk einbringen. Gemeinsam verschieden sein ist ganz normal.

Artikel von Nicola Putz und Benjamin Esche.

 

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