ERGO unterstützt lebenslanges Lernen


Digitale Lernangebote im Fokus

People & stories, 17.01.2020

Abitur und Studium sind nicht das Ende des Lernens. Die heutige Wissens­gesell­schaft erfordert lebens­langes Lernen – und bietet eine Viel­zahl an Angeboten für alle Lern­typen. ERGO unterstützt das mit umfassenden Weiterbildungsprogrammen.

 

 

Heute gilt lebenslanges Lernen als grund­legende Voraus­setzung, um sich in einer Gesellschaft zu bewegen, die – angefeuert durch Globalisierung und Digitalisierung – einem permanenten und rasanten Wandel unterliegt. Es zählt die Bereit­schaft, sich stets ändernden Heraus­forderungen in allen Lebens­bereichen zu stellen, offen zu bleiben und aktiv das persönliche, gesellschaftliche und berufliche Umfeld mitzu­gestalten.

 

Lebenslanges Lernen als Chance

 

Die Schulbank drücken bis ins hohe Alter? Die Bewertung dieser Forderung fällt heute anders aus. Das lebens­lange Lernen soll kein lästiger Zwang sein, sondern eine Chance, sich in seiner Persönlich­keit zu finden, sich weiter­zuentwickeln und neue Wege sowie Ziele zu entdecken. Auch das „Was“ und das „Wie“ des Lernens werden neu definiert. Die bloße Ansammlung von abrufbaren Fakten rückt in den Hinter­grund. Gefragt ist kreative Lösungs­kompetenz, die sich blitz­schnell auf immer neue Situationen einstellt. Wissen aufbauen, austauschen und transformieren sind Kompetenzen, die heute als Know-how gefragt sind.

 

Doch wie lernt der moderne Mensch? Neben dem klassischen Präsenz­unterricht mit Lehrern an der Schul­tafel und fleißig mit­schreibenden Schülerinnen und Schüler haben sich viel­fältige neue Formen entwickelt. Fern­unter­richt und E-Learning gehören ebenso dazu wie selbst­organisiertes Lernen, entweder auf Veranstaltungen wie Messen oder Bildungs­reisen oder mithilfe von Fach­literatur beziehungs­weise durch Recherche und Tutorials im Netz.

 

Welche Form des Lernens ist geeignet?

 

Darüber hinaus muss sich jeder fragen, welcher Lern­typ man ist und welche Lern­form sich für einen eignet. Wie das Wissen am besten in den Kopf hinein­gelangt und vor allem, was man tun muss, damit es dort auch dauerhaft gespeichert bleibt, ist in der Pädagogik, der Philosophie und der Neuro­wissen­schaft nicht erst seit heute Thema.

 

Eine der gängigen Einstufungen fußt auf einem Vier-Typen-Modell: Lernen durch Hören und Sprechen (auditiv), Lernen durch Sehen und Beobachten (visuell), Lernen durch Anfassen und Fühlen (haptisch) und Lernen durch geistige Leistung und Abstraktion (intellektuell). Mittler­weile wird von vielen Misch­formen ausgegangen. Doch auch andere Faktoren wie Motivation und Selbst­einschätzung oder äußere Umstände wie die Lern­umgebung beeinflussen das individuelle Lern­verhalten.

 

Lernen durch Lesen und Zuhören

 

„Ich lerne am besten durch Lesen und Zuhören“, sagt Birgit Eckenbach-Rehberg, Sach­bearbeiterin im Bereich Kunden- und Vertriebs­service bei ERGO „Außerdem beobachte ich, wie andere Menschen Probleme angehen und über­trage diese Vorgehens­weise dann auf eigene Situationen, wenn ich es für geeignet halte.“

 

Was manche Personen vielleicht bremst, erzeugt bei der drei­fachen Mutter, die erfolg­reich Beruf und Familie unter einen Hut bekommen hat, einen Energie­schub: „Wenn ich scheitere, pusht mich das. Ich stehe dann auf und starte einen neuen Versuch, bis ich die Hürde genommen habe. Im Scheitern liegt für mich immer eine Chance.“ Birgit Eckenbach-Rehberg steht Weiter­bildungs­angeboten stets offen gegen­über, auch solchen, die über die bloße Vermittlung von beruflich notwendigem Wissen hinaus­gehen.

 

Eigenständiges Lernen erforderlich

 

Ihr Vor­gesetzter unterstützt die Fort­bildungs­wünsche seiner Mitarbeiter, und so hat sie bereits Seminare und Work­shops zu Themen wie „Beruf und Familie“, „Gender­werk­statt“ oder „Diversity“ besucht. Doch auch eigen­ständiges Lernen ist für sie eine Selbst­verständlich­keit, zum Beispiel durch das Lesen von Fach­büchern oder durch Recherchen im Internet, etwa zum Themen­feld „Coaching“.

 

Lebens­langes Lernen ist für Eckenbach-Rehberg eine Notwendig­keit: „Unsere Gesellschaft befindet sich in stetigem Wandel und wir müssen uns den Anforderungen durch beständiges Lernen anpassen. Doch auch persönlich profitiere ich davon, denn so bin ich fähig, mich auf Veränderungen in meinem sozialen Umfeld ohne große Schwierig­keiten einzu­stellen.“

 

Arbeit und Lernen sind miteinander verbunden

 

„In der modernen Wissensgesellschaft sind Arbeit und Lernen untrennbar miteinander verbunden. Der Begriff des lebens­langen Lernens erhält dadurch eine ganz andere Bedeutung“, erklärt Verena School, Gruppen­leiterin Weiter­bildung bei ERGO. Sie ist verantwortlich für die über­fachliche Fortbildung der ERGO Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter, zum Beispiel zum Themenfeld Kommunikation. „Heute ist Arbeiten gleich­zeitig Lernen und Lernen ist Arbeiten“, sagt die studierte Betriebs­wirtin, die eine Weiter­bildung zur systemischen Change-Beraterin gemacht hat.

 

„Die digitale Revolution brachte die größte Veränderung der Arbeitswelt seit der industriellen Revolution. Die Flexibilisierung von Arbeits­zeit und Arbeits­ort sowie immer kürzere Innovations­zyklen sind eine Heraus­forderung für Unter­nehmen und deren Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter. Lange Weiterbildungs­phasen als Aus­zeit zum Arbeiten sind ein Aus­lauf­modell. Die Lern­zyklen werden immer kürzer. Probleme müssen sofort gelöst werden, wenn sie auftauchen.“

 

ERGO bietet digitale Lernmethoden

 

Auch in den Lernmethoden stellt sich ERGO zunehmend digital auf. 80 bis 90 Prozent aller Angebote basieren auf einem Lern­programm, das elektronisch zur Verfügung steht und dann durch Präsenz­angebote zum Einüben des neu erworbenen Wissens ergänzt wird. Im Bereich des Wissens­auf­baus geht ERGO auf die verschiedenen Lern­typen ein und bietet Material, das sowohl visuell als auch auditiv verarbeitet werden kann – je nach Vorliebe des Nutzers.

 

Im Bereich des Trainings setzt Verena School unter anderem auf das Konzept des positiven Scheiterns: „Wir üben kreative Prozesse, die ein frühes Scheitern zulassen, um daraus Rück­schlüsse auf eine erfolg­reiche Problem­lösung zu ziehen. Diese Methode ist effektiver als der Versuch, gleich ein perfektes Ergebnis zu erzielen und dann möglicher­weise in einer späten Phase zu scheitern.“

 

Dieser Beitrag ist zuerst auf zeit.de am 01.10.2018 erschienen.

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