Als Impfhelfer Sorgen und Ängste nehmen


Responsibility & dedication, 23.03.2021

Einmal in der Woche tauscht Christian Langensiepen seinen Arbeitsplatz bei ERGO mit dem Dress der DRK-Helfer. Statt sich am Standort Düsseldorf um Notfall- und Krisenmanagement zu kümmern, packt er im Impfzentrum in Erkrath-Hochdahl mit an.

Christian Langensiepen ist Impfhelfer beim Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Bei ERGO ist Christian Langensiepen (56) schon viele Jahre. 2000 begann er bei ITERGO, wechselte später zu ERGO. Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) ist Langensiepen (fast) noch ein Neuling. Erst seit einem Jahr engagiert er sich ehrenamtlich in der Organisation. Doch den Wunsch, sich im sozialen Bereich einzubringen trägt er schon lange mit sich. Vielleicht schon seit jenen Tagen, als er sich nach dem Abitur bewusst für den Ersatzdienst in einer Hilfsorganisation entschied. „Helfen ist mein Ding“, sagt er, „Jeder kann einen Beitrag leisten, wenn man nur will.“

Und gerade in Coronazeiten ist Hilfe nötig. Beim DRK absolvierte Langensiepen zunächst seine Grundausbildung, darauf aufbauend dann eine Ausbildung als Impfhelfer. Es ging um Themen wie „Hygiene“ oder „Impfvorbereitung“. Es geht aber auch um „softe“ Themen wie Zuhören, Unterstützen, für den Anderen da sein.

Menschen unter die Arme greifen

Bis zu 1.648 Menschen können jeden Tag im Impfzentrum des Kreises Mettmann geimpft werden. Zwölf Stunden wird geimpft, an sieben Tage in der Woche. Nicht selten, dass Christian Langensiepen Menschen, die zum Impfzentrum kommen, im wahrsten Sinne des Wortes unter die Arme greift: „Es sind ja jetzt die Alten und manchmal Gebrechlichen. Manche tun sich schwer damit, für die ist das sehr anstrengend. Dann begleite ich aktiv auf ihrem Weg durch das Impfzentrum, hin und wieder den gesamten Weg vom Zelt am Eingang über die Flure bis zum sicheren Verlassen des Impfzentrums.“

Manchen greift Langensiepen aber auch auf andere Art und Weise unter die Arme: Etwa all Jenen, die mit Ängsten kommen, die Sorgen haben vor den Konsequenzen der Impfung. Langensiepen ist für sie da. „Es sind täglich etliche dabei, bei denen unser Hauptjob darin besteht, ihnen Angst und Stress zu nehmen. Wenn wir mit ihnen sprechen, werden sie meist ruhiger und viele Sorgen fallen ab.“

Gravierende Reaktionen der Impfungen hat er bislang noch nicht erlebt. Auch bei seiner eigenen Impfung war es mit einem Tag der Mattigkeit getan. „Das sind dann wohl die normalen Reaktionen einer Impfung“, sagt er.

Überhaupt ist er davon überzeugt, dass mögliche Impfproblematiken und eine Erkrankung nicht gegeneinander aufgerechnet werden können. „Das Impfen ist kein Vergleich zu Coronaerkrankung oder gar dem Tod.“

ERGO unterstützt das Engagement

Es sind nicht nur die direkten Kollegen in seiner Abteilung, die es Langensiepen erlauben, sich für diese Aufgabe einzubringen. Auch als Arbeitgeber unterstützt ERGO sein Engagement im Rahmen der Sozialleistungen, schließlich handelt es sich um ein öffentliches Ehrenamt. Christian Langensiepen: „Dafür muss ich einen riesengroßen Dank aussprechen.“ Der größte Dank für ihn selbst aber ist ein Lächeln der Menschen vor Ort. Ein Lächeln von Menschen, denen er helfen konnte – im gemeinsamen Kampf gegen Corona.

Helfen hilft auch gegen den Homeoffice-Blues

Für Christian Langensiepen ist klar: Ehrenamtliches Engagement kann auch helfen, den Corona-Blues zu vertreiben. „Ich kenne viele Kollegen, denen daheim die Decke auf den Kopf fällt. Denen setzen die Corona-Beschränkungen sehr zu.“

Langensiepen selbst ist Fan des mobilen Arbeitens, doch ist auch sicher: „Viele sind froh, wenn sie mal die eigenen vier Wände verlassen und etwas Sinnvolles tun können.“ Warum also nicht ehrenamtlich helfen? So wie Christian Langensiepen.

 
 

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