ERGO und Mitarbeiter spenden für Suppenküchen


Unterstützung in Zeiten der Corona-Krise

Responsibility & dedication, 09.04.2020

Wohnungs- und obdachlose Menschen und Menschen mit geringem Einkommen leiden besonders unter der Corona-Krise, da viele soziale Einrichtungen nicht mehr arbeiten können. Aber an allen Verwaltungsstandorten gibt es Einrichtungen, die Menschen in Not weiter mit Verpflegung versorgen: Wärmestuben und Suppenküchen, die ERGO und der Mitarbeiterverein „ergo: wir helfen“ nun unterstützen. Jede Einrichtung erhält insgesamt 7.500 Euro, jeweils 5.000 Euro von ERGO und jeweils 2.500 Euro von „ergo: wir helfen“.

© PantherMedia / Wieslaw Jarek 

Obdach- und wohnungslose Menschen zählen zur Hochrisikogruppe von Covid-19. Viele haben Vorerkrankungen, die oft nicht behandelt sind, und befinden sich keinem guten medizinischen Allgemeinzustand. Hinzu kommen häufig Suchtkrankheiten, die den Körper schwächen und anfällig machen. Regelmäßiges und gesundes Essen ist gerade jetzt wichtig und notwendig. Aber auch andere Bedürftige mit geringem Einkommen sind auf günstige Verpflegungsmöglichkeiten angewiesen, so dass die Nachfrage groß ist.   

Suppenküchen geben Lunchpakete aus

Die Suppenküche in Berlin, wo Berliner Kollegen bereits im Corporate-Volunteering-Einsatz waren, hat ihre Arbeit an die veränderten Alltagsregeln angepasst. Bernd Backhaus, Leiter der Einrichtung, erklärt, wie: „Wir geben keine warme Mahlzeit in unserem Gastraum, sondern draußen auf dem Hof Lunchpakete und Tee aus. Wie in den Supermärkten haben wir die Ausgabesituation gestrafft und auf dem Boden Abstände von zwei Metern markiert. Soziale Distanz ist für unsere Gäste besonders schwierig, denn sie haben nicht die Möglichkeit, über Smartphone, Tablet oder Telefon soziale Kontakte zu pflegen. Aber sie sind sehr diszipliniert.“

Das bestätigt auch Manuela Bauer. Sie leitet die Wärmestube in Nürnberg, eine der wenigen Einrichtungen, die dort noch geöffnet sind. Hier können sich die Gäste auch über die Essensausgabe hinaus aufhalten und auch die sanitären Anlagen nutzen: „Im Vordergrund steht aber das Essen! Wir verteilen auch Lunchpakete, aber weiterhin warme Suppen, die unsere Gäste mitnehmen können. Zu uns kommen auch Menschen, die eine Wohnung haben, sich aber nicht mehr selbst versorgen können. Sie erhalten von uns Lebensmittel.“

Suppenküchen sind mehr denn je auf Spenden angewiesen

Die Suppenküchen sind derzeit mehr denn je auf finanzielle Spenden angewiesen, da Lebensmittelspenden aus der (stillgelegten) Gastronomie oder von den Tafeln, deren Arbeit überwiegend eingestellt wurde, fehlen.

Für Michael David, den Ersten Vorsitzenden von „ergo: wir helfen“, entsprechen die Vereinsspenden genau dem Zweck des Mitarbeitervereins: „Seit 30 Jahren unterstützen wir Menschen in Notsituationen. Für uns als Verein ist klar: Hier müssen wir helfen!“ Und Julia Ries, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, ergänzt: „Für uns ist es einfach und selbstverständlich zu sagen, wir bleiben zuhause. Menschen ohne eigenes Zuhause haben diese Möglichkeit nicht. Wer auf der Straße lebt, hat keinen Rückzugsort. Für die Dauer eines Mittagsessens sind die Suppenküchen in gewisser Weise dieser Rückzugszugsort. Deshalb sind die Spenden von ERGO und „ergo: wir helfen“ so wichtig.“

Von Monika Stobrawe

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