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Elementarschäden – die unterschätzte Bedrohung


Versichern & Verstehen, 23.03.2016

Immer häufiger erleiden Hausbesitzer finanzielle Schäden durch Starkregen, Überschwemmungen und andere Elementarereignisse. Trotzdem ist bundesweit nur etwa jedes dritte Gebäude entsprechend versichert. Deshalb sollten Versicherungswirtschaft und Politik noch stärker daran arbeiten, das Ausmaß der Bedrohung zu verdeutlichen.

Der Hochwasserpass für Hausbesitzer kann hier ein wirkungsvolles Beratungsinstrument sein. Aber auch gemeinsame Informationskampagnen der Bundesländer und der Assekuranz können das Umdenken fördern.

Zahl der Elementarereignisse nimmt zu

Wenn es um Naturgefahren geht, fühlen sich die Bundesbürger ziemlich sicher. Bei einer Forsa-Umfrage im Jahr 2014 erklärten 90 Prozent der Befragten, dass sie die Gefahr eher gering einschätzen. Doch die Statistik zeichnet ein anderes Bild: Seit 1970 steigt die Zahl der Elementarereignisse in Deutschland. 2013 gab es gleich zwei herausragende Ereignisse: Im Juni ließ starker Regen in Süd- und Ostdeutschland Flüsse über die Ufer treten und verursachte heftige Überschwemmungen. Kurz darauf wüteten die Hagelstürme „Norbert“, „Andreas“ und „Ernst“. Innerhalb weniger Wochen entstanden Schäden in Höhe von insgesamt 3,55 Mrd. Euro. Auch fernab von Flüssen und Seen hieß es „Land unter“, weil die Kanalisation den plötzlichen Starkregen nicht fassen konnte. Für einen Hauseigentümer kann eine Überschwemmung den wirtschaftlichen Ruin bedeuten.

Zwei von drei Gebäuden nicht versichert

Mit den möglichen Folgen eines Elementarereignisses hat sich bisher offenbar die Mehrheit der Immobilienbesitzer nicht beschäftigt. Nur so lässt sich erklären, dass 62 Prozent der Gebäude nicht entsprechend versichert sind. Am mangelnden Angebot kann es dagegen nicht liegen: Versicherungsschutz ist flächendeckend verfügbar. Sogar für Gebäude, denen statistisch alle zehn Jahre ein Hochwasserschaden droht, gibt es Versicherungsschutz.

Diese Immobilien fallen in die Gefährdungsklasse 4 des Zonierungssystems für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen, kurz ZÜRS. Bundesweit gehören nur etwa 0,9 Prozent der Gebäude zu dieser besonders bedrohten Kategorie. Zum Vergleich: Die Gefährdungsklasse 1 mit dem niedrigsten Hochwasserrisiko umfasst rund 90,2 Prozent des Gebäudebestands.

Wer ein besonders gefährdetes Gebäude versichern will, erhält einen bezahlbaren Versicherungsschutz. Durch Eigenprävention und vertretbare Selbstbehalte lässt sich die Prämie reduzieren. Damit hat die Versicherungswirtschaft der politischen Diskussion über eine Pflichtversicherung die Basis entzogen. Auf eine freiwillige Absicherung verzichten aber immer noch viel zu viele Hausbesitzer. Millionen von Gebäuden sind nicht gegen Hochwasser und Überschwemmung versichert.

Versicherer müssen weiter aufklären und beraten

Was ist zu tun? In erster Linie müssen Hauseigentümer weiter über das tatsächliche Ausmaß der Bedrohung aufgeklärt werden. Die Versicherungswirtschaft kann hier den Hochwasserpass als wirkungsvolles Beratungsinstrument einsetzen. Mit ihm können sich Hausbesitzer ein Bild über ihr individuelles Überschwemmungsrisiko machen. Auch gemeinsame Informationskampagnen der Bundesländer und der Versicherungswirtschaft fördern das Umdenken. Bayern, Sachsen und mehrere andere Bundesländer haben solche Elementarschadenkampagnen gestartet, um auf die Bedrohung durch Naturgefahren aufmerksam zu machen.

Wenn eine Landesregierung empfiehlt, sich gegen Elementarschäden abzusichern, sollten Immobilienbesitzer die Hinweise ernst nehmen. Das erspart ihnen eine teure Enttäuschung. Noch zählt zwar eine Mehrheit der Hauseigentümer darauf, dass im Schadensfall der Staat einspringt. Die Hoffnung auf Steuergelder könnte aber trügen: Bei staatlichen Hilfen soll künftig berücksichtigt werden, ob die Betroffenen eine Versicherung zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen hätten abschließen können. Das haben die Justizminister der Länder im Juni 2015 empfohlen. Angesichts des Angebots an bezahlbarem Versicherungsschutz heißt das: Kein Hausbesitzer sollte sich darauf verlassen, nach einem Elementarschaden Hilfe von der öffentlichen Hand zu erhalten.

Autor: Claudia Wagner

Claudia Wagner arbeitet als Pressesprecherin seit 2008 bei ERGO. In ihrer Freizeit reist sie gerne, auch Schwimmen, Yoga, Freunde treffen und Kulturelles gehören zu ihren Hobbies.

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