Als eins der Düsseldorfer Teams den goldenen Ehering aus dem Gras fischte, war das Erstaunen groß. Kurz zuvor hatten sie schon eine Brosche und ein komplettes Gebiss zwischen Plastikflaschen und Zigarettenkippen gefunden. Nun tauchten diese und andere Fundstücke wieder auf – zusammen mit der Frage: Wie viel Müll hinterlassen wir eigentlich Tag für Tag?
Rund um den Globus waren in diesem Jahr erneut mehr als 5.100 ERGO Volunteers unterwegs, um darauf eine konkrete Antwort zu geben. In Parks, an Stränden, auf Bergen und mitten in der Stadt sammelten sie über 2.400 Säcke voll Müll. Vom Elektroschrott – PC-Monitor, Kabel, Heizlüfter – über Metallschrott wie Fahrradfelgen, Grills und alte Sessel bis hin zu Teppichen, unzähligen Plastikflaschen, Zigarettenkippen und den kleinsten Plastikteilen: Was sonst im Alltag übersehen wird, lag plötzlich offen vor ihnen.
„Das Event hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Müll wir produzieren“, erzählte das Team von ERGO Klassik Leben. „Die Vielzahl der positiven Rückmeldungen von Passanten war ebenfalls ein toller Motivator.“ Viele Menschen blieben stehen, bedankten sich, fragten nach: Müll wurde zum Gesprächsanlass.
Von Beijing bis Kapstadt: Weltweiter Großputz
Der World Cleanup Day bei ERGO war in diesem Jahr so global wie nie: 25 Gesellschaften in 19 Märkten beteiligten sich – von Australien bis Brasilien, von Norwegen bis Indien.
In China zog es die Kolleginnen und Kollegen hinaus in die Berge vor Beijing. 37 Mitarbeiter und befreiten Wege und Hänge von Abfall. Über 20 Säcke à 30 Liter kamen zusammen. Gleichzeitig habe die Aktion Bewusstsein für verantwortungsvollen Umgang mit Abfall geschaffen – und viele motiviert, im Alltag dranzubleiben.
Ein weiteres Düsseldorfer Cleanup-Team fand neben einer alten Gitarre, einem zerrissenen Wintermantel und einem leeren Rucksack vor allem unzählige Zigarettenkippen, Kronkorken, leere Flaschen, Party-Konfetti und andere Kleinstplastikteile. Gerade die winzigen Teile seien mühsam zu sammeln – und zugleich gelten sie als besonders problematisch für Böden und Gewässer.
Hitze, Wind, Teamgeist
Dass Engagement nicht vom Wetter abhängt, zeigte sich in Südafrika. Euro Center Cape Town meldete ein „incredible turnout“ mit 62 Mitarbeitenden, trotz starkem Wind. „Es war inspirierend zu sehen, wie alle mit positiver Energie und dem gemeinsamen Willen, etwas zu bewegen, zusammenkamen“, heißt es aus Kapstadt.
Am Strand von Larnaka auf Zypern war es dagegen „ein typischer Septembertag, heiß und feucht“. Trotzdem packten die Kolleginnen und Kollegen an. „Es fühlte sich gut an, einen kleinen Beitrag zu leisten, um diesen wunderschönen Teil von Larnaka sauber zu halten“, berichten sie. Aus Sydney wiederum kam die Idee, das Cleanup zur Initialzündung für „walk and talk“-Meetings zu machen. Mit 57 Prozent Beteiligung zeigte Euro Center Sydney, wie eng Umweltengagement, Teamspirit und Wohlbefinden zusammenhängen können.
Impuls über den Tag hinaus
Beim Blick auf die gesammelten Müllberge wurde vielen deutlich: „Der ERGO World Cleanup Day war nicht nur eine erfolgreiche Aufräumaktion, sondern auch ein wichtiger Impuls, unser eigenes Verhalten zu hinterfragen“, so das Fazit aus Deutschland.