Die zehn unfallträchtigsten Sportarten sind dieselben wie im Vorjahr – nur die Reihenfolge hat sich geändert.
Platz 1: Fußball
Mit 2.308 gemeldeten Unfällen (35,6 Prozent) bleibt Fußball mit großem Abstand an der Spitze der Statistik. Schnelle Richtungswechsel, Zweikämpfe, hohes Tempo – da sind Verletzungen nichts Ungewöhnliches.
Trotz eines leichten Rückgangs um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr bleibt Fußball damit die Sportart mit den meisten Unfällen. Angesichts der großen Zahl aktiver Fußballer überrascht das kaum. Fußball gehört seit jeher zu den populärsten Sportarten in Deutschland; die anstehende Weltmeisterschaft könnte dem Interesse sogar noch einen neuen Schub geben. Die durchschnittliche Leistung je Unfall liegt bei 4.806 Euro.
Platz 2: Skisport
Der Skisport (inklusive Skibob) liegt mit 1.001 Unfällen (15,4 Prozent) auf Rang zwei der Statistik. Besonders Stürze auf der Piste oder Zusammenstöße führen häufig zu Verletzungen.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der gemeldeten Unfälle um 7,8 Prozent. Wintersport bleibt trotz wechselhafter Schneeverhältnisse und milder Winter weiterhin sehr beliebt – viele Menschen zieht es in den Ferien in die Skigebiete der Alpen. Einer der Hauptgründe für Unfälle: der Mangel an natürlichem Schnee. Einerseits macht der verstärkte Einsatz von Kunstschnee die Pisten deutlich härter und schneller. Andererseits erhöht sich das Verletzungsrisiko auch an den Pistenrändern, wenn wegen des fehlenden Schnees die befahrbaren Stellen verengt sind. Stürze und Kollisionsunfälle sind die Folge. Unter den Top-10-Sportarten verursachen Skiunfälle die höchsten durchschnittlichen Kosten – rund 7.224 Euro.
Platz 3: Fahrradfahren
Mit 579 Unfällen (8,9 Prozent) belegt Fahrradfahren den dritten Platz. Stürze oder Zusammenstöße gehören hier zu den häufigsten Unfallursachen.
Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der gemeldeten Fahrradunfälle allerdings deutlich zurück – minus 15,4 Prozent. Gleichzeitig bleibt Radfahren eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten in Deutschland: Nicht zuletzt durch den Boom von E-Bikes und Pedelecs nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad in Freizeit und Alltag. Deutet der Rückgang bei den Unfällen auf eine verbesserte Sicherheitstechnik hin? Es wird interessant sein, die Entwicklung im Auge zu behalten. Die durchschnittliche Leistung pro Unfall beträgt 6.136 Euro.