Ein konkretes Vorbild hat Natascha Bell nicht – abgesehen vielleicht von Anke Engelke: „Sie hat sich in einer männerdominierten Branche durchgesetzt, drei Kinder großgezogen und ist sich dabei immer treu geblieben.“ Ihr Führungsstil sei eine Summe vieler Einflüsse: „Eigene Überzeugungen, Eigenschaften anderer Führungskräfte, die ich schätze, und Merkmale, die ich mir selbst bei Vorgesetzten gewünscht hätte.“
Im Kern sieht sich Natascha Bell als Problemlöserin, die auch in besonders anspruchsvollen Momenten ihre Stärke zeigt: „Ich habe für mein Team und mich ein Umfeld geschaffen, in dem wir gut zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen.“
Natascha Bells Karriere begann nach einer Ausbildung zur Bankkauffrau und einem Masterabschluss in Business zunächst bei McKinsey. Dort beriet sie Versicherungsunternehmen im IT-Bereich – und promovierte parallel. „Der stolzeste Moment meiner Laufbahn war die Verleihung des Doktortitels – und dass meine Familie dabei im Publikum jubelte“, erinnert sie sich.
Zwei entscheidende Anrufe mit Jobangeboten haben ihren beruflichen Weg maßgeblich beeinflusst. Ihr Rat aus dieser Erfahrung: „Nehmt Chancen wahr, wenn sie sich bieten. Auch wenn sie nicht perfekt sind, können sie ein wichtiger Schritt Richtung Traumjob sein. Habt den Mut zu Umwegen – im Beruf und privat. Man weiß nie, was daraus entsteht.“