Wie lässt sich die Gefährdung eines Standorts überhaupt einschätzen?
Sarah Reuter: Das gelingt in zwei Schritten. Zunächst fassen wir klimatische Einzelparameter – u.a. Blitzdichte, Dürre, relative Luftfeuchtigkeit, Oberflächenwinde – zu einem Waldbrandpotenzial zusammen. Der zeigt, wo die Voraussetzungen für Brände günstig sind. Aber das allein reicht nicht. Ein hohes Potenzial in der Wüste bedeutet wenig, weil dort kaum brennbares Material vorhanden ist.
Erst mit zusätzlichem Blick darauf, ob und welche Art von Vegetation an einem Standort vorhanden ist, ergibt sich ein vollständiges Bild der Waldbrandgefährdung.
Eine solche Bewertung liefert die KA Köln.Assekuranz im Rahmen ihrer Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse, indem sie klimatische Bedingungen mit Informationen zur Landnutzung und Vegetation zusammenführt.