Fit starten
Der Aufbau einer soliden Grundfitness ist das A und O. Vor allem Oberschenkel, Rumpf sowie die Muskulatur rund um Knie, Fuß- und Sprunggelenke sollten Skifahrer vor der ersten Abfahrt gut trainiert haben. „Regelmäßige Übungen wie zum Beispiel Kniebeugen, Squats oder Planks, joggen gehen oder Einheiten auf dem Crosstrainer fördern Kraft, Koordination, Stabilität und Ausdauer“, erklärt Solveig Haw. „So können hohe Belastungen kontrolliert bleiben und das Verletzungsrisiko sinkt. Bei unzureichender Fitness und Überschätzung der eigenen Fähigkeiten kann es schnell zu gefährlichen Situationen mit Verletzungen kommen.
Welches Skigebiet?
Gleichzeitig ist es wichtig, dass Skigebiet passend zu wählen - das gilt für Anfänger wie für Fortgeschrittene. Wer auf die Länge der Pisten und deren Schwierigkeitsgrad achtet, hat mehr Vergnügen bei der Abfahrt. Was genauso wichtig ist: Organisierte Gebiete bieten klare Strukturen, regelmäßige Pistenkontrollen und verlässliche Rettungswege.
Optimal ausgerüstet für die Abfahrt
Jetzt heißt es, die richtige Ausrüstung zu wählen. Die passenden Ski bieten auf der Piste festen Griff und im Tiefschnee auftriebsstarken Lauf, während korrekt eingestellte Bindungen Knie und Bänder bei Stürzen schützen. Skischuhe sichern den Halt, weil ein steifer Schaft präzise Steuerung ermöglicht und ein flexibler Aufbau im Tiefschnee geschmeidige Bewegungen zulässt. „Ein stabiler Helm dämpft harte Schläge und bewahrt den Kopf bei Stürzen vor Verletzungen, er ist ein absolutes Muss“, sagt Haw. Protektoren schützen darüber hinaus Rücken und Gelenke bei Stürzen mit harten Aufschlägen in anspruchsvollen Geländeabfahrten.
Einfluss von Schnee- und Wetterbedingungen
Eine präparierte Piste bietet verdichteten, geglätteten Schnee mit relativ harter, tragfähiger Oberfläche, sodass Schwünge kontrolliert gesetzt werden können und das Fahrverhalten über längere Strecken hinweg berechenbar bleibt. Kunstschnee bildet aufgrund seiner Beschaffenheit tendentiell härtere Oberflächen, Stürze können hier daher besonders gefährlich sein. Der Tiefschnee abseits präparierter Flächen besteht aus lockerem Neuschnee mit stark schwankendem Widerstand. Hier ist absolute Vorsicht geboten, da die Ski einsinken können. Nur wer die Technik beherrscht, die richtige Ausrüstung besitzt und sich im Vorfeld eingehend über Wetter, Lawinenlage, Verbote und Schutzgebiete informiert, sollte außerhalb präparierter Pisten fahren. Dabei gilt: Niemals allein und immer auf eigene Gefahr! Und in manchen Fällen ist es besser, im Warmen zu bleiben: „In Situationen extremer Vereisung, geringer Sicht und Schneetreiben oder bei deutlichem Lawinenrisiko bleibt der Verzicht auf weitere Abfahrten die einzig sichere Entscheidung, weil keine Technik der Welt die damit verbundenen Gefahren zuverlässig ausgleichen kann“, rät Haw.