Munich Re und ERGO sponsern vier Climathons


Einsatz & Engagement, 31.10.2019

Lösungen für die drängenden Herausforderungen des Klimawandels zu entwickeln – das ist das Ziel des Climathons. Munich Re und ERGO sponserten dieses Jahr den Climathon an vier Orten: München, Sydney, Vilnius und Tallinn.

Climathon

Die Teilnehmer des Climathons in Tallinn

Am 25. und 26. Oktober fand weltweit in 145 Städten der Climathon von EIC Climate-KIC statt. Munich Re und ERGO sind Partner von Climate-KIC und sponserten die Veranstaltungen in München, Vilnius, und Tallin; Munich Re unterstützte zusätzlich den Climathon in Sydney.

Klimaschutz-Ideen in 24 Stunden

Ziel war es, innerhalb von 24 Stunden überzeugende städtische Klimaschutz-Ideen zu entwickeln. Dabei bildeten Studenten, Startup-Gründer, Vertreter der Städte und lokale Unternehmen oder interessierte Bürger Teams, die an unterschiedlichen Aufgabenstellungen arbeiteten. In der Phase der Ideenfindung wurden sie unter anderem von Experten von Munich Re und ERGO unterstützt. Am Ende der 24 Stunden präsentierten die Teams ihre Arbeitsergebnisse vor einer Jury.

München: 70 Teilnehmer jeder Altersklasse

In München beschäftigten sich rund 70 Personen jeder Altersklasse in vier Teams mit vier Aufgaben („Challenges“). Zwei Challenges hatten das Thema Mobilität, so z.B. die Verringerung des motorisierten Individualverkehrs. Die von Munich Re gesponserte Aufgabe zielte auf ein besseres Energiemanagement mithilfe von digitalen Technologien und Data Analytics ab. Die Teilnehmer waren hoch motiviert und kreativ, einige von ihnen hatten noch nicht mal drei Stunden geschlafen.

Climathon in München

Die Teilnehmer des Climathons in München

ERGO Expertin beriet zum Thema Mobilität

Von ERGO nahm Gordana Jaric als Expertin am Climathon teil. Sie ist Leiterin Motor Underwriting bei ERGO Global Property & Casualty und beriet die Teams zum Thema Mobilität. Ihr Resumee: „Diese Veranstaltung war eine erstaunliche Erfahrung, die mir geholfen hat, meinen Horizont sowohl in geschäftlichen als auch über geschäftliche Angelegenheiten hinaus zu erweitern und mich von jungen Menschen motivieren zu lassen, die entschlossen sind, positive Veränderungen auf der Welt zu bewirken. Das Format der Veranstaltung war besonders attraktiv: wie ein Hackathon, aber eben speziell für Klimawandel-Themen, mit Design-Sprint, hoher Energie und intensiver Lösungssuche in 24 Stunden. Auch aus geschäftlicher Sicht war die Teilnahme sehr nützlich, um die neuen Mobilitätstrends sowie die sich daraus ergebenden Chancen und Herausforderungen für unsere Versicherungsbranche besser zu verstehen.“

Spielerisch zu einem umweltbewussteren Leben

Die Teilnehmer entwickelten Apps, Infrastrukturprogramme und umweltfreundliche Businessideen. Konkret wurden beispielsweise Apps angedacht mit starkem Gamification-Ansatz. Nutzer werden durch spielerische Anreize verbunden und motiviert, gemeinsam öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, umweltbewusster zu Leben und informiert, wie sie ihren CO2-Fußabdruck reduzieren. Beim Thema Reduzierung des Energieverbrauchs sollen Interessierte die Möglichkeit erhalten zu diesem Thema beizutragen, indem sie Informationen über ihren persönlichen Verbrauch zur Verfügung gestellt bekommen. Dabei werden ihnen intelligente Geräte an die Hand gegeben, die Ratschläge erteilen und den Verbrauchern die Möglichkeit geben, ressourcenschonender zu leben.

Climathon auch in Sydney, Tallinn und Vilnius

Sydney suchte nach Ideen für den Umgang mit Hitzewellen, während die Teilnehmer in Tallinn an einer Kreislaufwirtschaft zur effizienten Nutzung von Ressourcen arbeiteten. Mit viel Dynamik: 80 Teilnehmer aus mehr als 15 Ländern arbeiteten in verschiedenen Teams an zwanzig Ideen, viele davon blieben die ganze Nacht vor Ort. Zum Gewinner gekürt wurde schließlich der Vorschlag, im Onlineversand Styropor oder Lustpolster durch biologisch abbaubare Schafswolle zu ersetzen, die sonst überwiegend verbrannt würde.

In Vilnius wollten die Teams unter anderem smarte Wege zum Recycling, zum umweltfreundlichen Pendlerverkehr oder zur Reduktion von Lebensmittelabfall finden. Dazu Agnieszka Zebrowska, Leiterin Marketing & Kommunikation bei den baltischen ERGO Gesellschaften: „Beim diesjährigen Vilnius Climathon hatten wir mehr als 140 Teilnehmer. Das ist eine riesige Gruppe für ein kleines Land! Was ich persönlich gefühlt habe und was ich für den Geist von Climathons halte: Allein gegen die Klimakrise zu kämpfen, ist wirklich hoffnungslos. Aber wenn man weiß, dass es in 145 Städten überall auf der Welt gleichzeitig Menschen gibt, die das Gleiche tun, spürt man Macht und Hoffnung!“

Climathon in Vilnius

Die Teilnehmer des Climathons in Vilnius

Gewinner nehmen am ChangeNOW Gipfel teil

Die jeweiligen Gewinner aus allen 145 Städten können sich mit ihren Projekten beim Global Climathon Award beim ChangeNOW Gipfel am 30. und 31. Januar 2020 in Paris bewerben. Wenn sie sich dort platzieren, bekommen sie Unterstützung von Climate-KIC, um ihre Ideen dann auch in die Realität umzusetzen.

Mehr Infos zum Engagement von Munich Re und ERGO gibt es hier: https://www.ergo.com/de/Microsites/tacklingclimatechange/Start/Climate

Von Ursula Lindenberg

EIC Climate-KIC

EIC Climate-KIC ist die größte private Klimainitiative der Europäischen Union. Bereits seit Oktober 2017 ist die Initiative Partner von Munich Re und ERGO. Im gemeinsamen Programm wurden bisher sechzehn Cleantech Start-ups gefördert.

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