Corporate Volunteering: Gärtnern für den guten Zweck


Einsatz & Engagement, 01.06.2018

Einen Tag lang raus aus dem Büro und rein in ein gemeinnütziges Projekt. ERGO Mitarbeiterin Gudrun Klaus hat’s gemacht und war begeistert. Ein kleiner idyllischer Stadtgarten mitten in Hamburg war ihr Einsatzort.

Kräuter, Blumentöpfe, Gemüsebeete, Enten, Kaninchen und mittendrin Labradorhund Noah. Der Kreativgarten e.V. im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg wirkt wahrlich wie eine kleine Oase mitten in der Stadt. Die Hoch-Beete sind in runden, geschwungenen Formen angelegt und bunt angemalt. In der Luft hängt der Duft von Minze und anderen Wildkräutern. Überall stehen von Kinderhand bemalte kleine Steinhäuser. Eine mit bunten Planen überdeckte Werkstatt und Küche, drei Oldtimer-Bauwagen, Hühnerställe und Bienenstöcke machen das Bild vom kleinen Paradies perfekt. Mit viel Liebe zum Detail und großem Engagement hat die Künstlerin Kathrin Milan hier vor zehn Jahren ein Kunst- und Gartenprojekt ins Leben gerufen, das inzwischen viele Familien, Kindergärten, Schulklassen und Jugendgruppen aus der Nachbarschaft anlockt. Insbesondere sozial benachteiligten Kindern bietet der Kreativgarten ein Rückzugsort, wo sie immer willkommen sind. Hier können die kleinen und großen Besucher unbekümmert mit der Natur in Berührung kommen.

In der vergangenen Woche war hier der Einsatzort für das ERGO Corporate Volunteering Team des Standortes Hamburg. Insgesamt sieben Kolleginnen hatten sich freiwillig angemeldet, um einen Tag lang gemeinnützig aktiv zu werden. Mit von der Partie: ERGO Mitarbeiterin Gudrun Klaus, die als sogenannte Team Captain den Einsatz vorbereitet hat. „Schon bei der Vorbesprechung war ich von diesem magischen Ort und von Kathrins großartigem, sozialem Engagement begeistert. Es ist alles zwar einfach, hat aber trotzdem einen ganz besonderen Charme“, erzählt Gudrun Klaus. „Zu unserer Aufgabe gehörte zuallererst neue Distel-Beete auf dem Dach eines alten Bauwagens anzulegen. Dafür mussten wir gefühlt Hunderte Eimer Sand und Erde erstmal nach oben befördern. Das war schon gleich zu Beginn eine Herausforderung und natürlich Kontrastprogramm zum normalen Büroalltag.“ Anschließend wurde haufenweise Minze und Brennnesseln geerntet.

Das ERGO Corporate Volunteering Team des Standortes Hamburg in Aktion.
Gudrun Klaus - auf dem Dach des Bauwagens -  legt die Beete für die Disteln an.

Am Nachmittag fand die Begegnung und Interaktion mit einer Kindergruppe vom Hort der benachbarten Schule statt. „Das war besonders schön zu sehen. Die Kinder waren so glücklich und ausgelassen. Sie haben voller Tatendrang Kartoffeln angepflanzt und mit Hund Noah gespielt.“ berichtet Gudrun Klaus. „Man hat live miterlebt, wie die Kinder einen umweltbewussten und nachhaltigen Umgang mit der Natur spielend erlernen.“

Anschließend durfte das Team noch Reinigungs- und Aufbereitungsarbeiten an den Bienenkästen übernehmen. „Dafür mussten zum Beispiel die neuen Wabenrähmchen verdrahtet, bespannt und Mittelwände eingelötet werden. Aus den alten Rähmchen mussten wiederum die Waben rausgeschnitten werden und der Wachs abgeschmolzen werden“, erzählt Gudrun Klaus. „Wir haben dabei so viele interessante Dinge über Bienen und Imkerei von Kathrin erfahren. Vor dem Hintergrund des Bienensterbens macht das dann doppelt nachdenklich.“

Erschöpft, aber glücklich über den interessanten Einsatz fiel das Fazit am Ende einhellig aus. Gudrun Klaus und die anderen ERGO Mitarbeiterinnen waren begeistert. Und sie sind überzeugt: Hätten alle Menschen solch eine Naturverbundenheit wie Kathrin Milan, hätte der Klimawandel bestimmt keine Chance mehr.

„Urban Gardening“ im Fokus des ERGO Corporate Volunteering Programms 2018

Corporate Volunteering ist der freiwillige und vom Arbeitgeber geförderte Einsatz von Mitarbeitern in gemeinnützigen Projekten als Teil des gesellschaftlichen Engagements von ERGO. Im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Engagements stehen die Herausforderungen durch den Klimawandel. Deshalb nehmen auch die Angebote für ERGO Volunteers den Klimaschutz im weiteren Sinne ins Visier. In diesem Jahr stehen verschiedene „Urban Gardening“ Einsätzen in den Innenstädten im Fokus. Damit ist die lokale Arbeit an und in Gärten und Grünflachen gemeint, die von Bürgern oder Vereinen gemeinschaftlich angelegt und gepflegt werden. Weitere Projekte rund um den Klimaschutz folgen im Laufe des Jahres.

Von Sabina Rappold

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