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Unfallmanager: Hilfe bei der Reha-Suche


Versichern & Verstehen, 20.04.2017

Reha-Berater und Unfallmanager Matthias Geibel hilft Menschen, die nach komplizierten Unfällen den Weg zurück in den Alltag finden wollen. So wie Bernd Junge aus Solingen. Der begeisterte Sportler hat nach einem Motorradunfall eine komplizierte Beinverletzung erlitten. Unfallmanager Geibel ist besonders bei der Suche nach der richtigen Reha wichtig.

Bernd Junge ist ein wahrlich sportlicher Typ. Ob Turnen, Klettern oder Fußball – der 56-Jährige ist vielseitig aktiv. Umso niederschmetternder war für den Lageristen ein Motorradunfall im Januar 2017, der ihm einen komplizierten Bruch des rechten Beins bescherte. „Beim Sport habe ich mir schon mal den linken Arm gebrochen oder die Bänder gedehnt”, erzählt Junge. „Aber dieser Beinbruch ist die schwerste Verletzung, die ich bisher hatte.”

Mit dem Motorrad frontal gegen ein Auto

Schuld war ein Autofahrer, der ihm auf der Straße die Vorfahrt genommen hatte. Junge, der bis dahin seit 38 Jahren unfallfrei Motorrad gefahren ist, fuhr mit seiner Maschine beim Abbiegen frontal gegen den Wagen. „Ich bin von dem Auto richtig abgeprallt, dann hat es mich aus dem Sattel gehoben und ich bin dann am Lenker hängen geblieben”, schildert der Mann aus Solingen den Vorfall. Und der Sportler kennt seinen Körper gut genug, um zu wissen: Das Bein ist kaputt.

Im Klinikum Solingen wird Junge sofort operiert. Der Bruch ist so kompliziert, dass ihm eine Titanplatte in den Oberschenkel implantiert wird, um den Oberschenkelknochen zu halten. Dutzende Schrauben und Drähte sollen zudem auch noch für Stabilität sorgen. „Der Chirurg hat mir nach dem Aufwachen versichert, dass alles wieder an der richtigen Stelle ist”, erzählt Junge. Es werde aber ein langwieriger und schmerzhafter Prozess, bis alles wieder voll funktionstüchtig ist.

„Das kann ich jetzt gar nicht gebrauchen”

„Als erstes habe ich mir gedacht: Das kann ich jetzt gar nicht gebrauchen”, erinnert sich der gebürtige Schleswig-Holsteiner. Denn eine Woche später wollte er eigentlich mit einem Freund zum Tauchen nach Thailand fliegen. „Das war natürlich dann gestrichen”, sagt Junge. Dafür stand nun Reha auf dem Plan. Der Lagerist recherchierte zunächst selbst Experten, die ihm bei der richtigen Reha helfen sollten. Doch die ersten physiotherapeutischen Maßnahmen waren nicht die richtigen.

Wie gut, dass ab dem Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus Unfallmanager Matthias Geibel an Junges Seite war. „Meine Chefin, mit der ich mich sehr gut verstehe, hat mir einen Anwalt besorgt und der hat den Kontakt zu Herrn Geibel hergestellt”, erläutert Junge. Und das sollte sich als Glücksfall erweisen, denn der Unfallmanager organisierte für seinen Rehabilitanden schnell die passende Reha. „Solche komplizierten Brüche heilen nicht immer gut”, weiß Geibel. „Da braucht es schon die richtige Therapie.”

Die richtige Reha ist sehr wichtig

So kümmerte sich der Reha-Berater um eine erweiterte ambulante Physiotherapie in einem Reha-Zentrum in Junges Heimatort. „Als Lagerarbeiter muss Herr Junge körperlich schwer arbeiten”, erklärt Geibel. „Da ist er auf funktionstüchtige Beine dringend angewiesen.” Seit Ende Februar nimmt Bernd Junge regelmäßig dreimal in der Woche an Reha-Maßnahmen teil. „Ich komme gut voran”, sagt der 56-Jährige.

Von seinem Unfallmanager ist Junge begeistert. „Herr Geibel hat mir sehr viel geholfen”, sagt der Rehabilitand, dem besonders wichtig war, dass ihm der viele Schriftverkehr mit Therapeuten und der Versicherung abgenommen wurde. Einen erfahrenen Reha-Berater an seiner Seite zu wissen, helfe dann auch bei Gesprächen mit Ärzten.

Das Ziel: Japan im Mai

Unterstützend soll bei Junge nun auch ein Stoßwellenverfahren zur Anwendung kommen, dass das Knochenwachstum anregen soll. „Es besteht immer noch die Gefahr einer Pseudoarthrose”, erklärt Reha-Berater Geibel. Die nächsten Wochen werden Aufschluss darüber geben, ob Bernd Junge bald seine Krücken in die Ecke stellen kann. Denn immerhin hat der entspannte Norddeutsche im Mai schon wieder Großes vor: „Da möchte ich zwei Wochen nach Japan reisen”, erzählt er und ergänzt lachend: „Bis dahin sollen meine Krücken bitte weg sein.”

Von Benjamin Esche

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