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Ein Hilfsmittel namens Enzian


Versichern & Verstehen, 29.01.2014

Die Fallmanager unseres Gesundheitsversicherers DKV kümmern sich persönlich um ihre Kunden. Denn manche Menschen brauchen mehr als eine Geldüberweisung, wenn sie krank sind. Als Spezialisten helfen die Fallmanager, den Medizindschungel zu lichten. Und manchmal vermitteln sie einen Blindenführhund.

Ein Tag in München im August 2013. Heute findet eine Gespannprüfung statt. Das Gespann besteht aus Heide Petrossi-Simader und dem Labrador Enzian. Geprüft wird, ob die beiden auf allen Wegen und an vielen Orten in der Großstadt gut zusammenpassen. Wenn ja, wird Enzian der offizielle Blindenführhund von Heide Petrossi-Simader.

Sehbehinderung: Hund als Hilfsmittel beantragt

„Mir war nach meiner Augendiagnose klar, dass ich gern so einen tüchtigen Begleiter auf vier Pfoten haben möchte. Denn seit meiner Sehbehinderung habe ich mich schon sehr zurückgezogen", erläutert Heide Petrossi-Simader ihre Situation: „Das passt gar nicht zu mir und ich möchte wieder annähernd so mobil werden wie früher. Enzian ist seit 14 Tagen sozusagen auf Probe bei mir – aber er hat einen so tollen Charakter, dass wir heute schon die Gespannprüfung machen können.“ Ihre Situation hatte Heide Petrossi-Simader auch mit Angela Robertz, Mitarbeiterin des Hilfsmittel-Service der DKV, besprochen und einen Hund als Hilfsmittel beantragt. Sie wünscht sich nun sehr, dass die Prüfung gelingt und Enzian bleibt.

Enzian ist auch nach Eintreffen der Gespannprüfer die Ruhe selbst. Er scheint zu spüren, dass es jetzt ernst wird. Sobald der Hund seine Arbeitskleidung, das Geschirr, trägt, ist er hochkonzentriert und aufmerksam. Und dann geht es raus auf die Straße in die Hitze. Die Gespannprüfer lassen die beiden klassische Alltagssituationen meistern: zur Bushaltstelle gehen, einen Sitzplatz suchen, in die U-Bahn wechseln, Aufzug fahren. Enzian bleibt cool, gehorcht auf jedes Kommando und hat ständig seine Partnerin Heide Petrossi-Simader im Blick.

„Ohne Enzian würde ich mich in solchen Menschenmengen wie am Marienplatz unwohl und unsicher fühlen. Enzian manövriert mich da souverän durch. Was ich ihm ganz hoch anrechne – trotz aller Versuchungen auf dem Viktualienmarkt geht er klar seinen Weg. Ich darf ihn wegen seines guten Benehmens auch mit in einige Supermärkte und Metzgereien nehmen“, lobt die Münchnerin.

Blindenhunde lernen Routen auswendig

Wie lernen Hunde „im Dienst“, ihre arttypischen Verhaltensweisen wie Schnuppern, Tollen, Herumstromern zeitweise abzustellen? Dafür gehen die Hunde sechs bis neun Monate lang in eine Ausbildung. Für Blindenhunde ist die Grundvoraussetzung, dass sie nicht an der Leine, sondern im Geschirr gehen. Daran ist ein Bügel befestigt, den der Sehbehinderte/Blinde hält. Die Hunde müssen berücksichtigen, dass „ihr“ Mensch größer ist und nicht an Hindernisse anstoßen darf. Sie halten an Treppen an und lernen bestimmte Routen „auswendig“: Wenn ihr Mensch also das „Hörzeichen“ Zeitungskiosk, Supermarkt, Postkasten sagt, bringt der Führhund ihn auf geradem Weg möglichst komplikationslos dorthin. Hunde zu solchen zuverlässigen Führern zu machen, kostet zwischen 27.000 bis 30.000 Euro.

DKV Mitarbeiterin begleitet bis zur Gespannprüfung

Angela Robertz vom Hilfsmittelteam der DKV begleitete Frau Petrossi-Simader vom Antrag bis zur erfolgreich bestandenen Gespannprüfung. „Durch die persönliche Betreuung sind wir immer nah an unseren Kunden und deren Bedürfnissen. So können wir schnell helfen. Das ist auch für mich eine schöne Erfahrung.“

Die Prüfung ist geschafft. Heide Petrossi-Simader ist glücklich und Enzian freut sich auf den wohl verdienten Feierabend im kühlen Zuhause. Da wird er sich ausruhen und mit seinen Stofftieren spielen. Ein bisschen Freizeit muss sein – denn schon morgen geht es wieder los: in den Biergarten, an die Isar, mit der Bahn ins Münchener Umland… Das Leben von Heide Petrossi-Simader ist wieder ziemlich abwechslungsreich geworden.     

Autor: Birgit Fissahn

Birgit Fissahn arbeitet im Bereich Leistungsmanagement der DKV Deutsche Krankenversicherung, dem Gesundheitsversicherer der ERGO. Dort konzipiert sie Tagungen und baut Netzwerke auf. Außerdem bemüht sie sich darum, Versicherungsdeutsch in Klartext zu übersetzen. Für „Wir bei ERGO“ schreibt sie vor allem über Gesundheitsthemen und gesellschaftpolitische Themen. Die Germanistin und Historikerin entspannt sich am liebsten mit guter Literatur, außerdem interessiert sie sich für Musik (Jazz, Oper) Museen und Philosophie.

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