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Design Thinking im ERGO Innovationszug


Digitalisierung & Innovation, 11.05.2017

Im ERGO Innovation Train powered by nexible erarbeiteten am 9. Mai rund 50 kreative Köpfe das Thema Digitale Versicherung der Zukunft. Zusammen mit ihrem Spin-off nexible lud ERGO im Rahmen der Startup Woche Düsseldorf zum Design Thinking Workshop ein.

Bei einem Design Thinking Workshop im nostalgischen Speisewagen der Rheinbahn erhielten die Teilnehmer des ERGO Innovation Train spannende Einblicke in die Arbeit des neuen digitalen Anbieters nexible. Und nicht nur das – Studenten, Gründer und Digitalexperten sollten sich einmischen und Ideen zum Thema „Digitale Versicherung der Zukunft“ sammeln.

nexible Chef John-Paul Pieper begrüßte die Teilnehmer und betonte, warum gerade das Design Thinking Format nexible ereichert: „Wir interessieren uns für die ganz realen, täglichen Probleme der Kunden und dafür, diese zu lösen. Die Fahrt mit der Bahn durch Düsseldorf ist dafür ein toller Rahmen, weil die Teilnehmer hier außerhalb der gewohnten Arbeitsumgebung auf ganz neue Ideen kommen können. Für uns ist Input wichtig, den wir von smarten Leuten bekommen, die gerne kreativ denken.“

2016 gab es die Startup Woche in Düsseldorf zum ersten Mal. ERGO sponserte das Event, war aber selbst nicht im Programm dabei. Das ist dieses Jahr anders: Als Innovationsmanager bei ERGO koordiniert Arno Schmitz-Urban das Projekt: „Dieses Mal wollten wir näher dabei sein und direkt mit Gründern und InsurTech-Interessierten zusammenarbeiten. Die Atmosphäre hier im Zug ist einzigartig, da spürt man die Begeisterung für das Thema in unserer Region“.

Konzepte für Apps oder Smart Watches

In der ersten Phase des Workshops ging es für die Fahrgäste darum, die Bedürfnisse einer Kundengruppe zu erkennen. Die Aufgabe für alle Teams: „Designe ein Zusatzangebot, das potenziellen Online-Versicherungskunden Spaß macht und sie belohnt.“ Die Ergebnisse sind vielseitig: Einige arbeiten an Konzepten für Apps oder Smart Watches. Diese sollen den Kunden im Alltag begleiten oder interaktiv einbeziehen. Andere entwickeln Belohnungsstrategien, etwa für die Nutzung digitaler Services im Rahmen einer Versicherung. „Bei unserem Prototypen sammeln Kunden Punkte für Sachprämien, wenn sie neue Onlinefunktionen nutzen oder Inhalte ihres Versicherers mit Freunden teilen“, erklärt Petra Staffel. Dass sie beim Innovation Train dabei ist, steht für sie außer Frage: „Ich bin ein durch und durch digitaler Mensch.“ Ihr Teamkollege Roman Otto Röhl ergänzt: „Ich gehöre zu der jungen online-affinen Generation. Wir haben einen anderen Blick auf diese Dinge. Deswegen habe ich mich angemeldet.“

Beim Design Thinking kommt es vor allem auf verschiedene Blickwinkel und viele unterschiedliche Denkansätze an. Dominique Bartels arbeitet im Bereich Learning & Development bei ERGO in Köln und ist die Moderatorin im Innovationszug. Sie erklärt, was die Methode ausmacht: „Es ist eine großartige Chance, in sehr kurzer Zeit zu sehr kreativen und kundenzentrierten Ergebnissen zu kommen. Die Design Thinking Methode ist zudem ein sich ständig wiederholender Prozess, der immer wieder die Möglichkeit bietet, das Produkt zu verbessern und zum bestmöglichen Ergebnis zu kommen.“

Wie kommen die Ideen beim Kunden an?

Um dieses Ergebnis zu erreichen, sind die entscheidenden Fragen: Wie kommen die Ideen und möglichen Produkte beim Kunden an? Kann die Lösung in der Praxis bestehen? Oder gibt es noch Dinge zu verbessern? Klarer Fall für einen Praxistest: Bei einem Zwischenstopp am Neusser Bahnhof holten die Workshop-Teilnehmer die Meinung potenzieller Kunden ein, die sie spontan auf der Straße befragten.

Karsten W., Mitglied im Team „Altstadt“, möchte mit seinen Mitstreitern eine Smart Watch vorstellen, die den Kunden „rundum glücklich macht“. Der IT-Berater hat einen beruflichen Bezug zum Thema Kundenperspektive. Hier bündelt er Anforderungen von Kunden und bildet die Schnittstelle zu IT-Lösungen. Er betont: „Die Versicherungsbranche hat für mich noch großen Digitalisierungsbedarf. Wichtig dabei ist, dass für den Kunden alles transparent bleibt und er die Kontrolle behält.“

„Innovation ist ein Handwerk“

Auch nexible Geschäftsführer John-Paul Pieper sieht diesen entscheidenden Bedarf: „Der Kunde braucht ein regelmäßiges Feedback, dass er gut aufgehoben ist.“ Der Design Thinking Workshop führe dazu, dass Ergebnisse für Kunden besser erlebbar werden. Der Weg dahin besteht aus vielen Ideen und guter Zusammenarbeit: „Innovation ist sehr viel mehr ein Handwerk, als dass es Genialität ist. Es geht um Fleiß und darum, viel zuzuhören.“

Für Frank G. ist genau das der ausschlaggebende Punkt, beim Event dabei zu sein. Der Programmierer betont, wie wichtig es sei, trotz automatischer Prozesse noch miteinander zu reden: „Wichtig ist Kommunikation. In lockerer Atmosphäre lernen sich die unterschiedlichen Leute kennen und arbeiten gemeinsam an Ideen.“

Gleichsam ging es weiter: In den Räumlichkeiten von nexible trafen sich die Teilnehmer wieder und konnten als Verpflegung Burger am Food-Truck bestellen. John-Paul Pieper stellte anschließend noch einmal alle Prototypen vor und lud anschließend die Gäste ein, sich weiter auszutauschen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Autor: Kristina Tewes

Kristina Tewes betreut das Online-Magazin Wir bei ERGO. Bevor sie 2008 in die Unternehmenskommunikation von ERGO wechselte, arbeitete sie als Journalistin bei verschiedenen Tageszeitungen. Vor und nach der Arbeit kümmert sie sich um ihre drei Kinder, ihren Mann und ihr Pferd.

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