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Unternehmen und Start-ups Hand in Hand


Digitalisierung & Innovation, 08.09.2016

Viele Unternehmen interessieren sich auf der Suche nach neuen Produktideen für die Zusammenarbeit mit Start-ups aus ihrer Branche. Wir haben den Innovationsleiter zu den konkreten Aktivitäten von ERGO bei der Zusammenarbeit mit Start-ups befragt.

Bei ERGO verantwortet Dr. Ulrich Kleipaß die Innovationsaktivitäten des Unternehmens in Berlin. Dazu gehören ein Digital Lab, das Innovationsprojekte direkt umsetzt, sowie die Kooperation mit dem Accelerator Axel Springer Plug & Play, die das Ziel verfolgt, Kooperationen mit Start-ups einzugehen und gegebenenfalls zu investieren.

Herr Dr. Kleipaß, die ERGO fördert innovative Versicherungsgründungen und hat bereits 2014 ein startupbootcamp mitorganisiert. Welche Impulse hat die ERGO dadurch erhalten?
Dr. Ulrich Kleipaß: Für ERGO ist die Zusammenarbeit mit Start-ups von strategischer Bedeutung. Nicht nur über unsere Kooperation mit startupbootcamp InsurTech in London, sondern auch über unsere weiteren Kooperationen mit Axel Springer Plug & Play in Berlin und dem Plug and Play Tech Center im Silicon Valley erhalten wir eine Vielzahl von Impulsen aus der Start-up-Welt. Dabei zahlt es sich für uns aus, dass wir nicht nur regelmäßige Besuche mit Delegationen vor Ort organisieren, sondern immer mit mindestens einem Innovation Scout vor Ort sind. Dadurch stehen wir direkt und vor Ort mit Start-ups in Kontakt, was von den Gründern immer wieder sehr positiv bewertet wird.

Start-up-Impulse für Unternehmen

Ganz konkret haben wir in London mit zwei Gründerteams im letzten Programm eng zusammengearbeitet, sowohl zu dem Thema Kurzzeit- und Nischenversicherungen als auch zu dem Thema Wearables. Beim zweiten Thema haben wir zuletzt einen sehr guten Workshop mit den Kollegen aus dem Bereich Gesundheit und der Munich Health durchgeführt.

Was wir dabei festgestellt haben: In London haben Start-ups eine sehr internationale Sicht auf die Themen. Dies spiegelt sich einerseits in den Gründern selbst wider, andererseits in Lösungsansätzen, die klar auf internationale Märkte zielen und die heute noch über unser eigenes Geschäftsmodell hinausgehen. Dadurch erhalten wir viele Impulse, die sonst vielleicht an uns vorbeigehen würden.

Schwung zur Entwicklung innovativer Versicherungsideen

Neben dem startupbootcamp haben zwei Teams von ERGO-Entwicklern Anfang 2016 auch selbst an Insturtech Hackathons (Soft- und Hardwareentwicklungsveranstaltung für Versicherungen) in London teilgenommen. Sind dort innovative Ideen entstanden und wurden zwischenzeitlich einige davon weiterentwickelt oder sogar umgesetzt?
In den letzten 12 Monaten haben wir zwei intensive Hackathon-Wochenenden in London begleitet und dabei nicht nur viele Ideen und Teams kennengerlernt, sondern auch verschieden Kollegen von ERGO, ERGO Direkt und von Munich Re die Möglichkeit gegeben, aktiv mitzuarbeiten.

Dies war für alle Beteiligten eine interessante Erfahrung und ich denke, dass jeder einzelne erst einmal sehr viel Veränderungsschwung für sich mitnehmen konnte. Weiterhin haben wir mit den Themen Blockchain, Wearables und Smart Home drei aktuelle Themen gefunden, die in der ein oder anderen Form schon bei uns bearbeitet werden oder in Folge aufgegriffen werden konnten.

Kooperationen mit wechselseitigem Nutzen

Ist es bereits zu einer konkreten Zusammenarbeit von ERGO mit Insurtech-Start-ups gekommen, wenn ja, mit welchen?
Zurzeit arbeiten wir mit einer Reihe von Start-ups teilweise strategisch, teilweise sehr operativ zusammen. Insgesamt gibt es für uns vier Arten der Zusammenarbeit mit Startups: Möglichkeit eins wäre, dass ein Start-up ein interessantes Produkt oder eine interessante Lösung bietet und wir Käufer werden. Hier denke ich zum Beispiel an das Start-up Reach Hero, das uns mit einer innovativen Agenturleistung geholfen hat unsere Zahnputz-App „PutzHelden“ auf YouTube zu vermarkten.

Interessanter ist für uns aber eigentlich Fall zwei – eine strategische Kooperation –, bei dem manchmal auch ein Projektteam aufgesetzt werden muss, um eine maßgeschneiderte gemeinsame Lösung mit dem Start-up zu entwerfen. Dies kann irgendwo in unserer Wertschöpfungskette stattfinden. Ein Beispiel wäre die Kooperation mit Dentolo, einem Portal zum Vergleich von Zahnarztleistungen. Hierüber können wir unseren Kunden im Bereich Zahngesundheit eine äußerst interessante Zusatzleistung bereitstellen und Kosten für den Endkunden sowie den Versicherer signifikant senken.

Wenn dies gut funktioniert, haben wir immer auch die dritte Option eines strategischen Investments, um die Kooperation gezielt zu fördern. Zu guter Letzt stehen wir den Start-ups natürlich auch bei allen Versicherungsfragen beratend zur Seite. Hier gibt es mittlerweile ein eigenes Paket „Start-up Versicherung“.

Vielen Dank für dieses Gespräch.

Von Birgit Schmidt-Hurtienne

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