Unternehmen in aller Welt sind in steigendem Maß durch Wirtschaftskriminalität (Fraud) bedroht. Die Erscheinungsformen sind vielfältig und reichen von direkten Schädigungen des Vermögens (zum Beispiel durch Diebstahl, Betrug oder Unterschlagung), über Korruptionsfälle (zum Beispiel Schmiergelder) bis hin zu Manipulationen der Rechnungslegung (zum Beispiel absichtliche Unterbewertung von Rückstellungen). Das Risiko, zum Opfer solcher Aktivitäten zu werden, steigt mit der Größe eines Unternehmens und mit der Komplexität von Strukturen, Prozessen, Systemen und Produkten. Die finanziellen Schäden können erheblich sein und die Folgen für den Ruf des Unternehmens verheerend.
Einen absoluten Schutz gegen kriminelles Handeln gibt es nicht. Es gibt jedoch viele Ansatzpunkte, um das Risiko zu senken. Mit dem ERGO Verhaltenskodex hat der Vorstand die wesentlichen Regeln und Grundsätze für ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten der gesetzlichen Vertreter, der Führungskräfte und aller anderen Mitarbeiter vorgelegt. Ergänzend dazu werden in der Rahmenrichtlinie Anti-Fraud-Management Regeln und Grundsätze festgelegt, die in den Unternehmen der ERGO Gruppe eine angemessene und wirksame Vorbeugung, Aufdeckung und Reaktion im Zusammenhang mit wirtschaftskriminellen Handlungen sicherstellen sollen.
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