Stellungnahme zur Vertriebsveranstaltung der HMI in Budapest
In verschiedenen Medien sind derzeit Berichte über eine Veranstaltung der Vertriebsorganisation HMI (Hamburg-Mannheimer International) im Jahr 2007 in Budapest zu lesen. In den Berichten wird erwähnt, dass an dieser für HMI-Versicherungsvermittler organisierten Veranstaltung Prostituierte beteiligt gewesen seien.
Die ERGO Versicherungsgruppe nimmt zu diesen Berichten wie folgt Stellung:
Es ist richtig, dass es im Juni 2007 eine Incentive-Reise des HMI-Vertriebs nach Budapest gegeben hat. Der HMI-Strukturvertrieb ist eine besondere Vertriebsorganisation des Unternehmens Hamburg-Mannheimer – heute ERGO Lebensversicherung AG. Dieses ERGO Tochterunternehmen arbeitet mit zahlreichen weiteren Vertriebskanälen zusammen, wie Außendienstagenturen, Maklern und Mehrfachagenten sowie Kooperationsunternehmen.
Wir bestätigen, dass bei einer Abendveranstaltung im Rahmen dieser mehrtägigen Reise nach Budapest auch einige Prostituierte anwesend waren. Weitere Details werden derzeit noch untersucht.
Dieser Vorgang stellt einen gravierenden Verstoß gegen geltende Richtlinien dar, insbesondere gegen den „ERGO Verhaltenskodex“ des Unternehmens, der für alle Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstandsmitglieder aller Unternehmen der gesamten Unternehmensgruppe (In- und Ausland) gilt. Dieser Kodex dient gerade dem Ziel, die Integrität aller Beschäftigten und der ERGO insgesamt zu fördern. Erwartet wird ein ethisch korrektes Verhalten aller Beschäftigten. Den Mitarbeitern steht ein Compliance-Office zur Verfügung, an das sie sich bei Zweifelsfällen oder erkannten Missständen wenden können. Inzwischen gibt es bei ERGO auch eine externe Ombudsperson, an die – auch anonym – Missstände gemeldet werden können. Verstöße gegen den Kodex werden verfolgt und ggf. geahndet. Neben diesem Kodex ergeben sich auch direkt aus den Arbeitsverträgen der Beschäftigten Pflichten, alles zu unterlassen, was dem Unternehmen schadet.
Die für die Budapest-Veranstaltung verantwortliche Führungskraft - der Vertriebsdirektor - und das damals verantwortliche Vorstandsmitglied sind nicht mehr für uns tätig. Sie sind aus dem Unternehmen ausgeschieden, bevor die Vorwürfe bei ERGO bekannt waren.
Die neue Leitung der Vertriebsorganisation „HMI“ hat alle notwendigen Maßnahmen getroffen, damit sich solche Vorgänge nicht wiederholen.
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