Vom Maurer zum Schadenregulierer
Anpacken, das hat Sven Milicevic gelernt. Er hat keine Hemmungen, beim Kunden auch mal zum Spaten zu greifen und das Ende eines Regenrohrs freizubuddeln. Der 37-jährige Familienvater ist seit mehr als fünf Jahren Soforthelfer bei ERGO und ein Quereinsteiger – nach der Schule hat er zunächst eine Maurer-Ausbildung gemacht. „Das hilft mir in meinem Job sehr“, sagt er. „Ich kann zum Beispiel sehr gut einschätzen, wie schlimm eine Beschädigung an einem Gebäude wirklich ist.“
Sven Milicevic ist einer von rund 60 Soforthelfern der ERGO in Deutschland. Als Soforthelfer kommt er zum Einsatz, wenn eine Schadenmeldung nicht telefonisch oder schriftlich erledigt werden kann und ein Einsatz vor Ort nötig ist – zum Beispiel bei Wasserschäden, bei Einbrüchen bis hin zum Vandalismus, bei Brand- oder Sturmschäden.
Sein Einsatzgebiet ist groß – der Gelsenkirchener fährt bis nach Krefeld, Weeze, Bottrop und Duisburg und noch weiter. „Unser Ziel ist es, bei allen Schäden, für die wir angefordert werden, innerhalb von 24 Stunden Kontakt zum Kunden aufzunehmen.“ Darüber hinaus gibt es Eilschäden, bei denen sich die Kunden akut in einer Notfallsituation befinden – dann geht es natürlich deutlich schneller. „Eilig ist es zum Beispiel oft, wenn es um Betriebsunterbrechungen geht – da hängt für die Leute zum Teil richtig viel Geld dran. Je nach Dringlichkeit bin ich dann auch schon mal innerhalb von einer Stunde vor Ort.“
Dabei ist es nicht immer nur leicht, Soforthelfer zu sein – insbesondere, wenn es darum geht, auch mal eine Leistungs-Absage zu erteilen. „Ein sicheres Auftreten ist auf jeden Fall wichtig. Man muss auf Menschen zugehen können und braucht ein gutes Selbstvertrauen“, sagt Milicevic. Er jedenfalls kann sich kaum einen spannenderen Beruf vorstellen: „Jeder Schaden birgt neue Herausforderungen, jeder Kunde ist anders, es wird nicht langweilig“, sagt er. „Den Job kann ich mir bis zur Rente vorstellen.“
von Kristina Tewes, ERGO, 15.10.2012
Soforthelferin Bettina Hermanns
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